NOUVELL VAGUE POLONAISE? AUF DER SUCHE NACH EINEM FLÜCHTIGEN PHÄNOMEN DER FILMGESCHICHTE

Nachdem 2013 die Unangepassten und Rebellen des jugoslawischen Aufbruchskinos im Mittelpunkt des goEast Symposiums standen, beschäftigt sich das diesjährige goEast Symposium mit der sogenannten „polnischen Neuen Welle“. Für den Aufbruch der „Kinder von Marx und Coca-Cola“ (Jean-Luc Godard) stehen die kurzen Karrieren von Roman Polański und Jerzy Skolimowski in ihrer Heimat. Sowohl Polańskis NÓŻ W WODZIE / DAS MESSER IM WASSER als auch Skolimowskis RYSOPIS / BESONDERE KENNZEICHEN: KEINE , BARIERA / BARRIERE und der schon in Belgien realisierte LE DÉPART / DER START wurden in den Jahren 1962-1967 von der Kritik im Westen als Meilensteine einer „polnischen Nouvelle Vague“ gefeiert.

Diese filmischen Zeugnisse der Rebellion und Subversion bilden eine popkulturelle Klammer, die auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs Osten und Westen verbindet – ein Phänomen, das sich heute einer transkulturellen Filmgeschichtsschreibung geradezu aufdrängt. In Vorträgen und einem Panel sowie begleitenden Filmprogrammen werden Aspekte der Neuen Welle, ihrer Kontinuatoren und die Wechselwirkungen von Zeit-, Kultur- und Filmgeschichte beleuchtet und dabei auch über verwandte Entwicklungen in Ländern Osteuropas und im Westen diskutiert.

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